Phosphatidylserin

Was ist Phosphatidylserin?

Phosphatidylserin ist ein natürlich vorkommendes Phospholipid, dessen Phosphorsäurerest mit der stickstoffhaltigen
Wirkgruppe Serin verestert ist. Der Körper ist normalerweise in der Lage ausreichend Phosphatidylserin endogen zu
synthetisieren. Dies funktioniert allerdings nur, wenn dem Körper die zur Synthese notwendigen Aminosäuren wie
Methionin, essentielle Fettsäuren sowie die Vitamine B9 (Folsäure), Vitamin B12 (Cobalamin) zur Verfügung gestellt
werden.

Bei Phosphatidylserin handelt es sich um ein Phospholipid wie auch beispielsweise Phosphatidylcholin.
Phosphatidylserin besteht aus einem Glycerinrückgrat, das mit zwei Fettsäuren verestert ist. Phosphoglyceride enthalten an Stelle der dritten Fettsäure eine Phosphatgruppe, die mit einem Alkohol verestert ist. In den Phospholipiden häufig anzutreffende Alkohole sind Cholin, Ethanolamin, Inositol oder Serin. Phospholipide sind elementare Bestandteile der Zellmembranen und spielen eine wichtige Rolle beim Transport von Fetten im Blut. Phosphatidylserin ist das am häufigsten vorkommende Phospholipid der Membranen im Gehirn und trägt dazu bei, die Zellwände beweglich und durchlässig zu erhalten. Die Membranphospholipide spielen eine zentrale Rolle für die interzelluläre Kommunikation und für die Übertragung biochemischer Signale in das Zellinnere.

Wie kommt es zu Phosphatidylserin defiziten?

Phosphatidylserin ist hautpsächlich in tierischen fettreichen und cholesterinhaltigen Nahrungsmitteln enthalten. Wenn wir uns also „zu gesund“ ernähren, so kann es zu einem Phosphatidylserin defizit kommen. Natürlich soll dies kein Grund sein, sich ungesund zu ernähren! Wissenschaft und Medizin versuchen auch im Fall eines Phosphatidylserindefizites dieses auszugleichen, ohne dabei die fettreiche Ernährungsgewohnheiten von früher zu propagieren. Alternativ werden in Zukunft geeignete Nahrungsmittelzusätze und Medikamente verfügbar sein.

Was sind die Symptome eines Phosphatidylserinmangels?

Konzentrationsschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen und Unaufmerksamkeit gehören zu den primären Symptomen eines Phosphatidylserinmalgels. Wird der Phosphatidylserinmangel nicht behandelt, so kann dieser zu Hyperaktivität führen. In der Behandlung hyperaktiver Kinder haben verschiedene Studien einen positiven Effekt aufgezeigt, der dahin führte, das sogar andere Medikamente nicht mehr benötigt wurden.

Das Grundgerüst der Zellmembranen wird aus Phospholipid und Lecithin gebildet und sorgt für dessen Beweglichkeit. Phosphatidylserin hilft bei der Calciumbildung (Plättchenfaktor 3) und hat einen senkenden Einfluss auf den Cortisolspiegel.

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.anabolika.de/phosphatidylserin